Vorstellung der Sozialkasse des Gerüstbaugewerbes (SOKA) und der Zusatzversorgungskasse des Gerüstbaugewerbes VVaG (ZVK)

Am 12. Mai 1981 gründeten die beiden Tarifvertragsparteien, der Bundesverband Gerüstbau e.V. und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (damals IG Bau-Steine-Erden), die Sozialkasse des Gerüstbaugewerbes und die Zusatzversorgungskasse des Gerüstbaugewerbes VVaG. Aufgabe dieser Einrichtungen war und ist bis heute die Umsetzung von Tarifverträgen, die soziale Mindeststandards sichern und eine qualitative Weiterentwicklung des Gerüstbauer-Handwerks fördern.

Der Beruf des Gerüstbauers ist mit besonderen Arbeitsbedingungen verbunden. Die extreme Abhängigkeit von der Witterung führt zu wechselnden Arbeitsverhältnissen. Ist das Wetter zu schlecht oder der Wintertag zu kalt, kann kein Gerüst gestellt werden; Entlassungen über die Wintermonate waren und sind noch immer häufig die Folge dieses Saisongeschäfts; ebenso wie unregelmäßige Urlaubsbezahlungen. Hinzu kommt, dass Gerüstbauer besonderen Gefahren ausgesetzt sind. Gebäude werden immer höher, die Architektur immer komplizierter, auch Industrieanlagen benötigen der Wartung und verlangen nach individuellen Einrüstungen. Entsprechend wachsen die Anforderungen an den Gerüstbau und die Qualifikation der Gerüstbauer, die oftmals in luftigen Höhen arbeiten und dafür strenge Sicherheitsrichtlinien einhalten müssen. All dies erfordert eine solide Ausbildung. Um diesen vielfältigen Ansprüchen gerecht zu werden, vereinbarten die Tarifvertragsparteien zu folgenden Bereichen Regelungen für das Gerüstbauer-Handwerk, die die Sozialkasse und die Zusatzversorgungskasse umsetzen:

  • Lohnfortzahlung bei Arbeitsausfall aus Witterungsgründen
  • Feiertagszahlung an Weihnachten, Silvester und Neujahr
  • Urlaubsgewährung und Urlaubsvergütung
  • Berufsausbildung und Berufsfortbildung
  • Absicherung von Arbeitszeitkonten
  • Überprüfung der Einhaltung des Mindestlohnes
  • Ergänzende Leistungen zur gesetzlichen Rente  bzw. Einmalzahlungen an Hinterbliebene

Heute arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialkasse und der Zusatzversorgungskasse für 30.000 gewerbliche und 5.300 angestellte Arbeitnehmer in 3.000 Gerüstbaubetrieben. Sie sorgen dafür, dass das soziale Gerüst der Branche tragfähig bleibt.