Bildungszentrum Hansemann der Handwerkskammer Dortmund in Dortmund / Fritz-Henßler-Berufskolleg der Stadt Dortmund in Dortmund

1991 wurde Dortmund als einer von zwei Standorten für den Berufsschulunterricht und die überbetriebliche Ausbildung der Gerüstbauer ausgewählt. Ein wichtiger Partner stand der Handwerkskammer Dortmund dafür bereits damals zur Seite – das Fritz-Henßler-Berufskolleg der Stadt Dortmund.

Aufgrund steigender Ausbildungszahlen reichten die Flächen des Bildungszentrums der Handwerkskammer schon bald nicht mehr aus, so dass am 6. Dezember 1993 die ersten Gerüste auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Adolf von Hansemann gebaut wurden. Die Entscheidung, das Areal Hansemann zu kaufen, die Gebäude zu sanieren und Neubauten zu errichten wurde Mitte der 1990er Jahre getroffen. Drei Jahre dauerte der Umbau der stillgelegten Zeche. Bis zur Eröffnung des Bildungszentrums Hansemann im Jahr 2000 flossen 53 Millionen DM in das Projekt. Durch das nun zur Verfügung stehende Seminargebäude wurde eine Außenstelle des Fritz-Henßler-Berufskollegs geschaffen, so dass der Berufsschulunterricht ebenso wie die überbetriebliche Ausbildung an einem Standort zusammengeführt werden konnten. Die Unterbringung der Auszubildenden fand bereits seit 1999 im neu erbauten Internat statt, das über 210 Betten verfügt. So ist ein auf die Anforderungen des Gerüstbaus ausgerichtetes Aus- und Weiterbildungszentrum dort entstanden, wo früher in über 1.200 Metern Tiefe die Kohle abgebaut wurde.

Das Bildungszentrum Hansemann hat sich als Standort für die Aus-, Fort- und Weiterbildung in Europa etabliert. Ein großer Teil der 47.000 Quadratmeter umfassenden Fläche des Bildungszentrums steht den Gerüstbauern zur Verfügung sowie rund 1.000 Tonnen Gerüstmaterial. Insgesamt neun engagierte Lehrerinnen und Lehrer vermitteln die theoretischen Ausbildungsinhalte, sieben festangestellte Gerüstbaumeister sorgen für die fachlich korrekte Umsetzung in der Praxis. Realistische Objekte stehen dafür zur Verfügung, wie beispielsweise ein Einfamilienhaus und eine Kirche. Ein besonderes Highlight ist die Hängegerüsthalle. Hier wurden auf einer Höhe von zehn Metern Stahlträger im Gebäude installiert, um realistische Bedingungen für diese außergewöhnlichen Konstruktionen zu schaffen. Neben den unterschiedlichen Gerüstsystemen stehen aber auch Geräte für die Höhenzugangstechnik, Flurförderzeuge und ein Lkw für die Ausbildung der derzeit 450 Lehrlinge zur Verfügung. Täglich sind im Schnitt 275 Auszubildende in elf Klassen vor Ort. In den Wintermonaten finden sich bis zu 80 Teilnehmer in den Meisterkursen und den Kolonnenführer-Seminaren ein, insgesamt konnten rund 250 Gerüstbauermeister von 2001 bis heute in Dortmund ausgebildet werden.
 


BZ Hansemann Kaue


Hängegerüsthalle Süd


Kantine


Seminargebäude


Klasse im Gerüst


Sonderkonstruktion Weihnachten


Einfahrt in das Zentrum


Internat


Tragerüst


Seminarraum


Klasse vor der Maschinenhalle


Klasse im Gerüst