Berufsausbildung


Ausbildungssystem im Gerüstbauer-Handwerk

Die Berufsausbildung zum Gerüstbauer/zur Gerüstbauerin (Merkblatt) erfolgt im dualen Ausbildungssystem und zwar in der praktischen Ausbildung im Betrieb, in den überbetrieblichen Ausbildungsstätten der Handwerkskammern sowie der theoretischen Ausbildung in den Berufsschulen.

Die Ausbildungszeit zum Gerüstbauer/zur Gerüstbauerin beträgt drei Jahre.


Standorte der Berufsschulen

Standorte der Berufsschulen sind gemäß Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK):

  • Berlin (Pankow), Max-Bill-Schule, Oberstufenzentrum Planen Bauen Gestalten in Berlin
  • Dortmund, Fritz-Henßler-Berufskolleg der Stadt Dortmund
  • Groß-Gerau, Berufliche Schulen Groß-Gerau


Standorte der überbetrieblichen Ausbildung

Die überbetriebliche Ausbildung wird in nachstehenden Ausbildungszentren durchgeführt:

  • Bildungs- und Innovationszentrum Waldfrieden (BIZWA) der Handwerkskammer Berlin in Bernau
  • Bildungszentrum Hansemann der Handwerkskammer Dortmund in Dortmund
  • Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main in Weiterstadt


Dauer der einzelnen Ausbildungsabschnitte

Die Dauer der überbetrieblichen Ausbildung richtet sich nach der jeweils gültigen Verordnung über die Berufsausbildung zum Gerüstbauer/zur Gerüstbauerin. Zurzeit beträgt die überbetriebliche Ausbildung im ersten Ausbildungsjahr und im zweiten Ausbildungsjahr jeweils zehn Wochen und im dritten Ausbildungsjahr fünf Wochen.

Die Dauer der Blockbeschulung richtet sich nach den Schulgesetzen der Länder.


 
Für die Zeiten der Teilnahme am Berufsschulunterricht und der überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen ist der Auszubildende freizustellen. Er muss an den Ausbildungsmaßnahmen, für die er freigestellt wird, teilnehmen (§ 6 TV Berufsbildung und § 15 Berufsbildungsgesetz). Eine Freistellung von der überbetrieblichen Ausbildung und Blockbeschulung durch die Sozialkasse des Gerüstbaugewerbes ist nicht möglich.


Information über Ausbildungsverhältnisse

Um unterschiedliche Ausbildungsabschnitte termingerecht planen zu können, muss den Berufsschulen und Ausbildungszentren frühzeitig die genaue Anzahl der zu beschulenden Auszubildenden mitgeteilt werden. Dazu benötigt die Sozialkasse Informationen über die Auszubildenden im Gerüstbauer-Handwerk. Das Ausbildungsverhältnis zum Gerüstbauer/zur Gerüstbauerin muss von dem Ausbildungsbetrieb der Sozialkasse unverzüglich nach Abschluss des Ausbildungsvertrages unter Angabe der persönlichen Daten des Auszubildenden gemeldet werden.

Nach Vorlage des von der zuständigen Handwerkskammer bzw. Industrie- und Handelskammer genehmigten Berufsausbildungsvertrages ist der Sozialkasse eine Abschrift des Vertrages einzureichen.